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News
DHB Bundeslehrgang in Sachsen-Anhalt
11.09.1999
Am 11. / 12.09.1999 hat der deutsche Hap-Ki-Do Bund in Zusammenarbeit mit dem Sachsen-
Anhaltinischen Bund einen 2-Tages-Lehrgang zum Thema Selbstverteidigung mit und ohne Waffen durchgeführt. Als Referent konnte Franz Josef Wolf aus Aachen, 5. Dan, Hap-Ki-Do, gewonnen werden.
Erfreulicherweise wurde der Lehrgang gut angenommen. Der DHB-Präsident, Lothar Brockhusen, konnte 28 Teilnehmer zum 1. DHB-Lehrgang außerhalb Nordrhein-Westfalen begrüßen. Die Teilnehmer kamen aus den Ländern Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg.

Am ersten Trainingstag, den 11.09.1999, war für die Teilnehmer und den Referenten von 10.00 Uhr morgens bis 18.30 Uhr abends ein umfangreiches Programm zu absolvieren. Zunächst stellte der Referent umfangreiche waffenlose Selbstverteidigungstechniken vor und legte besonderen Wert auf die Verwirklichung der Hap-Ki-Do -typischen Kreis- und Flußprinzipien. Bei diesen Techniken wurde gerade auch im Hinblick auf die freie Verteidigung darauf Wert gelegt, daß bis zum letzten Teil der Technik eine vollständige Kontrolle über den Gegner besteht, so daß dieser bei Bedarf grundsätzlich in die Richtung weiterer angreifender Gegner geworfen werden kann, um diese zu blockieren. Für viele war gerade diese Erkenntnis neu, so daß jeder Einzelne für sein privates Training im Verein so einiges mitnehmen konnte.

Diese vermittelten Prinzipien wurden im weiteren Verlauf des Lehrganges auch auf die verschiedenen Waffentechniken angewandt, so daß den Teilnehmern immer wieder klar wurde, daß eine gute Bewegungsschule, die den Lehrgang gleichsam wie ein roter Faden durchzog, unerläßlich auch beim Umgang mit Waffen ist. Ob nun Kurzstock gegen Kurzstock oder Mittelstock gegen Mittelstock oder diese Waffen gegen Messer eingesetzt werden, immer wieder hängt der Erfolg des Verteidigers davon ab, ob er dem Gegner seine Bewegungen „aufdrängen“ kann.

Völlig zu recht wies der Referent immer wieder darauf hin, daß die Waffen nichts anderes als verlängerte Arme und Beine sind und die Techniken grundsätzlich entschlossen, rund und nicht abgehackt durchzuführen sind. Diese gesamten Prinzipien konnten die Lehrgangsteilnehmer anhand diverser Messer- und Schwerthyongs erleben, welche der Referent zur Verdeutlichung der oben genannten Prinzipien vorführte. Zum krönenden Abschluß des ersten Lehrgangstages wurde dann zur Sammlung und Entspannung eine Tai chi-Form gemeinsam geübt.

Nach diesem anstrengenden aber auch ergiebigen Lehrgangstag waren die Teilnehmer dann froh, gemeinsam zu grillen und miteinander das eine oder andere Bier zu trinken. Bei dieser angenehmen Aktivität konnten sich die Teilnehmer aus den unterschiedlichen Regionen Deutschlands dann noch näher kennenlernen.

Am zweiten Lehrgangstag standen Messertechniken im Vordergrund. Dieses Thema war um so interessanter, als auch der örtliche Regionalkanal, TV Wittenberg, vor Ort war und eine Reportage über den Lehrgang machte.

Zunächst wurden die Lehrgangsteilnehmer in die menschliche Anatomie eingeführt. Dies dürfte um so wichtiger sein, als die wenigsten wissen, was für Treffer mit einem Messer, welche Verletzungen hervorrufen. Meister Franz Josef Wolf schilderte ausführlich, in welcher Trefferzone des Körpers, welche Verletzungen und Funktionsausfälle sich einstellen.

Bei dieser Gelegenheit wurde vielen Teilnehmern zum ersten Mal bewußt, wie gefährlich Angriffe eines geübten Messerkämpfers wirklich sind. Beim Üben jedenfalls mußte allgemein festgestellt werden, daß die Abwehr eines Messers gar nicht so leicht ist, wie sich dies viele so vorstellen. Nach 5 Stunden Training am zweiten Tag wurde von allen jedenfalls übereinstimmend bekundet, daß dieser Lehrgang etwas ganz besonderes war.

Zu hoffen ist, daß für einen ähnlichen Lehrgang auch im nächsten Jahr Meister Franz Josef Wolf wieder gewonnen werden kann.
Volker Gößling
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