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Waffen im Hapkido
In den asiatischen Kampfsportarten werden viele unterschiedliche Waffen zu den verschiedensten Zwecken eingesetzt. Mit einigen dieser Waffen wird jedoch überwiegend nur noch aus historischen, artistischen oder spirituellen Gründen trainiert, da sie unzeitgemäß geworden sind. Andere hingegen kommen auch heute noch zum Einsatz und dienen der modernen Selbstverteidigung als hoch effektive Werkzeuge. Die meisten dieser jetzt noch gebräuchlichen Waffen sind nicht ausschließlich einer Kampfkunst zugehörig, sondern dem asiatischen Kulturkreis insgesamt zuzuordnen.
Einführung
In den asiatischen Kampfsportarten werden viele unterschiedliche Waffen zu den verschiedensten Zwecken eingesetzt. Mit einigen dieser Waffen wird jedoch überwiegend nur noch aus historischen, artistischen oder spirituellen Gründen trainiert, da sie unzeitgemäß geworden sind. Andere hingegen kommen auch heute noch zum Einsatz und dienen der modernen Selbstverteidigung als hoch effektive Werkzeuge. Die meisten dieser jetzt noch gebräuchlichen Waffen sind nicht ausschließlich einer Kampfkunst zugehörig, sondern dem asiatischen Kulturkreis insgesamt zuzuordnen.
Folge 1: Waffen im Hapkido - Der Tan Pong (Kurz Stock)
Der Kurzstock wird im Hapkido für schnappende Schläge, Stiche und Blöcke eingesetzt, sowie schwerpunktmäßig zum Druck auf empfindliche Punkte, um damit Hebel-, Wurf- oder Würgetechniken zu verstärken. Zielpunkte von Schlägen sind in der Regel Knochen oder Nerven, um Brüche oder Lähmungserscheinungen herbeizuführen. Der Stock kann sowohl gegen bewaffnete als auch unbewaffnete Angreifer angewandt werden.
Folge 2: Waffen im Hapkido - Chang-Pong (Der Stab)
Unter einem Chang-Pong versteht man einen langen, geraden Stab, der sich in allen Kulturkreisen ebenso aus einem Gebrauchsgegenstand zur Waffe entwickelte. Der lange Stab hatte ursprünglich seine Funktion als Wanderstab, mit dem man gleichzeitig auch wilde Tiere abwehren konnte. Desweiteren diente er, von zwei Personen über der Schulter getragen, zum Transportieren von Lasten. In Folge seiner Vielfältigkeit kam er somit auch im Kampf zum Einsatz. Insbesondere die Mönche, denen das Tragen einer Waffe häufig nicht erlaubt war, entwickelten hierbei eine große Geschicklichkeit. Dass solche Techniken weltweit verbreitet waren, beweist besonders im westlichen Kulturkreis die Popularität von Mönch „Bruder Tuck“, einem Gefährten Robin Hoods mit seinen Stabtechniken.
Folge 3: Waffen im Hapkido - Der Krückstock (Ji-Pang)
Der Ji-Pang, ein in allen Kulturen alltäglicher Gebrauchsgegenstand, wird ursprünglich als Spazier- oder Wanderstock genutzt. In seiner Eigenschaft als Gehhilfe für ältere oder behinderte Menschen bewährte er sich im Notfall als Verteidigungsgegenstand und wird in der Selbstverteidigung als hoch raffinierte und wirksame Waffe anerkannt.
Folge 4: Waffen im Hapkido - Seile und Gürtel
Das Seil (Chul) findet man in allen Kulturkreisen als Alltagsgegenstand und kann im täglichen Leben zu vielen Funktionen eingesetzt werden. Aber auch in der Selbstverteidigung hat es seine Funktion als geeignete und effektive Waffe, wobei sich hier, wie bei den anderen Waffen auch, der Begriff „Seiltechniken“ nicht ausschließlich auf den Gebrauch eines Seiles bezieht, Vielmehr kommt hier auch eine große Anzahl ähnlicher Gegenstände wie z.B. Gürtel, Schals und Tücher zur Anwendung, andererseits eignen sich in der Praxis auch weitere Gebrauchsgegenstände wie Ketten, Kabel oder Bekleidung.
Folge 5: Waffen im Hapkido - Der Fächer
Der Fächer, im Koreanischen „Bu Chae“ genannt, galt beim koreanischen Adel, insbesondere am königlichen Hof, als eine der bevorzugten Waffen, weil dort "konventionelle" Waffen verboten waren. Ihren Höhepunkt an Popularität erreichte die elegant wirkende und täuschende Waffe während der Zeit der Drei Königreiche. Klein und leicht konnte der Fächer jederzeit verwendet werden, denn er ließ sich gut in den typischen weiten und lockeren Gewändern der koreanischen Adelsklasse verstecken.
Folge 6: Waffen im Hapkido - Das Schwert (Kum)
Die Kampfkunst des Hapkido entstand in ihrem System in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit unterrichtete Großmeister Choi Yung Sul seine ersten Schüler in Korea. Als Waffe galt das traditionelle Schwert zu dieser Zeit bereits als überholt, wenn auch japanische Offiziere im zweiten Weltkrieg noch ein Schwert führten, dieses jedoch eher als Statussymbol und nicht um es im Kampf zu nutzen.
Folge 7: Waffen im Hapkido - Techniken mit Wurfmaterial
Techniken mit den unterschiedlichsten Wurfmaterialien beruhen auf uralten koreanischen Traditionen. Zum ersten Mal kam ich mit diesen Techniken in Berührung, als wir 1967 bei Großmeister Pak In Syuk Messerwerfen trainierten. Ich hatte sie danach gedanklich schon als altertümlich bis hin zu „Zirkusstücken“ abgetan. Doch dann musste ich bei Großmeister Ji Han Jae stundenlang Steinwerfen üben und er verblüffte mich mehrmals, indem er aus dem Handgelenk vielfach gezielt Steine auf Nervenpunkte schleuderte. Er sagte, dass er praktisch immer einige lose Geldmünzen in der Tasche habe, um gegebenenfalls diese Techniken einzusetzen.
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