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Überarbeiten der Kupgrade - Über die Schulter geschaut
09.10.2000
Drei „neue“ Kupgrade, neue Techniken, Bewegungsschule, bewährte Techniken in besserer Ausführung, vielfältigere Fallschule
„Kommission zur Überarbeitung der Kupgrade des NWHV“ ein recht langer Name für ein wirklich großes Projekt. Wie auf der Mitgliederversammlung beschlossen, hat der Vorstand des NWHV eine Kommission eingesetzt, welche die Kupgrade des NWHV überarbeiten und neu Ordnen soll. Auf der Wewelsburg ergab sich die Gelegenheit den Mitgliedern der Kommission über die Schultern zu schauen und mal nachzufragen was Stand der Dinge ist.
Die Kommission setzt sich zusammen aus Guido Böse, Lothar Brockhusen, Jürgen Rath, Dirk Schlüter und Franz-Josef Wolf, allesamt Danträger die seit langem im NWHV tätig sind und die über ein beachtliches Fachwissen verfügen. Das ist auch nötig, denn die Kommission hat viel vor. In diesem Jahr wurde bereits vier mal Getagt, zwei weitere Termine sind vorgesehen. Viele Vorschläge aus Vereinen, von aktiven Sportlern und z.B. der Jugendleitung wurden aufgenommen und der Plan für ein Gürtelsystem bestehend aus 9 Kupgraden festgelegt.

Ein besonderes Augenmerk lag z.B. darin, den Einstieg leichter zu gestalten, besonders Kindern und Jugendlichen den Anfang zu erleichtern, Erwachsene aber auch nicht zu unterfordern. Um dies zu erreichen wurden zwischen den ersten drei „alten“ Gürteln Zwischenstufen geschaffen, die für einen Jugendlichen leichter zu erlernen sind, die aber auch von einem begabten Erwachsenem übersprungen werden können. Des weiteren werden ganze Technikengruppen vom orangen in den grünen Gürtel verschoben, um auch hier eine Hürde zu beseitigen. Auch die Fußtechniken werden neu geordnet und bauen noch stärker aufeinander auf. So wird hier z.B. ein Kniestoß eingeführt, als Grundlage für Ab- und Job-Chaggi. Bei den Bruchtests werden Alternativen angeboten.

Von Anfang an soll aber auch eine noch bessere Grundlage geschaffen werden, auf der die nächst höheren Gürtel aufbauen. So wird vielleicht schon von Anfang an mehr Bewegungsschule gelehrt, z.B. durch eine Technikengruppe die sich stark mit Ausweichtechniken gegen greifen oder schlagen befaßt. Jeder Gürtel soll in irgendeiner Form Bewegungsschule enthalten.

Trotz der sehr umfassenden Änderungen soll das was wir in den letzten Jahren gelernt und gelehrt haben nicht um sonst bleiben. Die meisten Techniken werden beibehalten. Vieles wird auch so angepaßt, daß ein Größenunterschied zwischen den Partnern nicht mehr so stark ins Gewicht fällt wie Früher. Sicher wird sich der Eingang von so mancher Technik ändern, sie werden Dynamischer, also mit mehr Kraftausnutzung, Kreisförmiger, wo es angebracht ist, oder auch direkt und grade, wenn es dem Zweck dient, aber im Grunde bleiben uns unsere alten Techniken erhalten.
Nur grade voreinander stehen, das werden wir wohl nicht mehr, oder wie es einer der Kommissionsmitglider ausdrückte: Den alten Zopf haben wir abgeschnitten.

Insgesamt machte die Arbeit der Kommission einen guten, professionellen Eindruck. Die Techniken die grade geprobt wurden, machten sofort neugierig auf mehr. Es wird hier nichts über das Knie gebrochen, aber die Techniken sollen so schnell wie möglich für alle Hap-Ki-Do-Ka des NWHV Pflicht werden. Es gibt viel zu lernen, so sollten die Lehrgangsthemen für die nächsten drei Jahre wohl schon fest stehen: „Neue Prüfungsordnung des NWHV“ oder zur Abwechslung mal „Bewegungsschule“.

Letztendlich liegt die Verantwortung für die Umsetzung natürlich bei den Trainern, aber was neues zu lernen, bzw. etwas altes noch besser zu machen sollte in unser aller Interesse liegen. Ziel ist es bestimmt nicht neun neue Gürtel zur Pflicht zu machen, sondern viel mehr sowohl den Schülern, als auch uns Trainern das Training einfacher und besser zu gestalten, mit den Techniken die wir schon kennen, nur eben etwas anders.


Dieser Bericht kann nur eine Momentaufnahme von einer Arbeit sein, die sich über ca. zwei Jahre erstreckt. Er beruht auf einigen Gesprächen mit mehreren Mitgliedern der Kommission. Die hier vorgestellten Änderungen sind noch lange nicht fest entschieden, also nicht sofort aufregen, wenn etwas dabei ist, was einem nicht gefällt. Vielmehr lade ich hiermit dazu ein Eure Meinung kundzutun, auf der Webseite des NWHV. Im Gästebuch ist hier Platz für jede Meinung, die ich dann auch gerne an die Kommission weiterleite.

Wir sehen uns auf www.hapkido-nrw.de und dann auch hoffentlich auf dem ersten Lehrgang „Neue Prüfungstechniken des NWHV“ irgendwann, in nicht all zu ferner Zukunft.
Holger Becker
Coppyright: Hapkido in Nordrhein-Westfalen - NWHV e.V.